2019/08/29 Phenom Music auf der Soundtrack Cologne + Soundlounge 4

Ein weiteres Highlight für uns! Die Filmmusik steht bei der Soundtrack Cologne im Vordergrund und als Fans solcher, lassen wir uns natürlich nicht nehmen, hier vorbei zu schauen.

Wir haben viele alte Gesichter getroffen! Man sieht sich viel zu selten und dementsprechend ist es ein wirkliches Vergnügen, sich mal wiederzusehen und zu quatschen. Was gibt es Neues aus der Branche, was sind die Trends in der Filmmusik und was sind die Probleme oder auch Misverständnisse. Viele nationale und internationale Komponisten geben sich die Ehre und geben Einblicke in ihre Arbeit.

Aber auch andere Music Supervisor sind da und man kann sich entspannt über die verschiedenen Märkte austauschen, aber auch die gemeinsamen Probleme ansprechen und manchmal gemeinsam darüber lachen oder auch weinen.

Danach ging es rüber nach Düsseldorf, wo wieder gefeiert wurde. Der Schwerpunkt Musik in Werbung wurde weder diskutiert, noch dokumentiert, aber alle sind deshalb in die Seifenfabrik gekommen, um bei der Soundlounge am Start zu sein. Wir sind nicht so oft in der Gegend, deshalb ist es immer schön, unsere Freunde dort zu treffen. Es war ein Spaß und viel Musik gab es auch auf die Ohren!

Unsere Zeit in Köln und Düsseldorf ist immer viel zu kurz, aber wir freuen uns immer, ins Rheinland zu fahren. Bis hoffentlich sehr bald!


2019/07/22 Maz & Movie Forever Young 20th Birthday Party

Unsere lieben Freunde von Maz & Movie sind 20 geworden. Heutzutage ist das schon ziemlich unglaublich und umso mehr freuen wir uns natürlich, dass wir mit dabei sein durften, als es darum ging, den Geburtstag gebührend zu feiern.

Auf der Insel der Jugend wurde ein rauschendes Fest zum Thema „Forever Young“ gefeiert, bei dem die Filmbranche es sich nicht nehmen ließ zu gratulieren. Es gab Ansprachen, Showacts und viele Geschenke, welche die erfolgreichen Jahre nochmal veranschaulichten. Außerdem wurde natürlich auch auf die Zukunft angestoßen und auf die nächsten 20 Jahre!

Wir haben uns sehr gefreut dabei sein zu dürfen und haben viele alte Freunde getroffen und sicherlich auch ein paar neue Freunde dazugewonnen. Wir sehen uns spätestens zum 30. Geburtstag!


2018/01/10 Filmkritik: Score – Eine Geschichte der Filmmusik

Score – Eine Ode an die Filmmusik Hollywoods

Was wäre ein Film ohne Musik? Die 90minütige Doku Score – Eine Geschichte der Filmmusik von Matt Schrader geht genau dieser Frage mit viel Pathos, Freude an der Emotion und einem sicheren Gespür für große Momente der Filmmusikgeschichte nach. Mehr tut Score nicht – aber das macht auch nichts.

Über 60 Komponisten, Regisseure und andere Personen der Filmbranche hat Schrader interviewt und teilweise ihre Arbeit dokumentarisch begleitet. Der Film arbeitet sich dabei chronologisch durch ausgewählte Höhepunkte der Filmmusik Hollywoods, wobei große Namen immer im Vordergrund stehen: Beginnend mit der Ära der Stummfilme, die niemals Stummfilme waren, mit Alfred Newman und den Klassikern der Mitte des 20. Jahrhunderts bis hin zu Jerry Goldsmith, dann schließlich die goldene Ära des großen John Williams in den 1970er und 1980er Jahren, gefolgt von Hans Zimmer, Thomas Newman und neueren Entwicklungen bis in die Gegenwart.

Dass der Film dabei gekonnt emotionale Momente großer Filmkunst mit interessanten und auch witzigen Details des Produktionsprozesses verschmilzt, ist ein großes Plus und sorgt für unterhaltsame Abwechslung, ohne dabei allzu sehr zu verflachen. Schmerzlich vermissen lässt der Film allerdings jegliche Erwähnungen der großen Zeichentrickfilmmusik etwa der Disney-Klassiker, in denen die orchestrale Filmmusik in höchster künstlerischer Vollendung zum wichtigen Darsteller wurde und kunstvoll jede Szene begleitete. Wer sich zudem einen Blick über den Tellerrand des großen Hollywood-Kinos erhoffte, wird ebenfalls bitter enttäuscht. Auch neuere Entwicklungen der Verwendung elektronischer und exotischer Klänge etwa eines Max Richter oder Johann Johannson finde keine Erwähnung.

    

Dennoch tut das dem Erleben dieses Dokumentarfilms keinen Abbruch. Score ist eine liebevolle, neugierige, mitunter humorvolle und augenzwinkernde Hommage an die großen Soundtracks des US-Kinos der letzten 100 Jahre. Dass dabei nicht die gesamte Filmmusikgeschichte beleuchtet werden kann und große Lücken gelassen werden, ist zu verschmerzen, weil es dem Film gelingt, eine gelungene Auswahl wirklich bedeutsamer Werke und ihre Wirkung auf die Nachwelt vorzustellen und zu feiern.

Score kratzt nur an der Oberfläche tiefergehender Fragen etwa nach der psychologischen Wirkung von Filmmusik, dem komplexen Zusammenspiel von Bild und Ton oder dem mühseligen Postproduktionsprozess – das möchte dieser Film auch gar nicht. Was er jedoch tut, ist die große Bedeutung von Filmmusik anhand herausragender und künstlerisch wertvoller Beispiele sowie geschickt angeordneter O-Töne und Kommentare von Beteiligten herauszustellen. Eine euphorische Ode, ein Abgesang auf große musikalische Momente der Filmgeschichte. Und weil die Bedeutung von Musik für den Film nicht genug betont werden kann, ist Score alleine deshalb sehenswert.


2017/10/23 Filmfest Braunschweig 2017

Zur diesjährigen Ausgabe des Internationalen Filmfests Braunschweig haben wir uns wieder mal in Kinos und Konzertsälen herumgetrieben und jede Menge Film und Musik mitgenommen. Mit dabei waren unter anderem der oscarprämierte Filmkomponist Jan A.P. Kaczmarek und der Composer des legendären Matrix-Soundtracks Don Davis.

Außerdem konnten wir einige vielversprechende Filme von jungen Regisseuren sehen und mit jungen Filmemachern über neue Projekte sprechen. Da kommt in naher Zukunft einiges auf uns zu!

 

 


2017/08/28 Phenom Music auf der SoundTrack Cologne 14

Und weil wir schon in der Nähe waren, machten wir auch gleich einen Abstecher zur SoundTrack Cologne 14. Nein, Spaß bei Seite, wir haben uns sehr gefreut wieder vorbeizukommen. Die SoundTrack Cologne ist ein fester Termin für uns und es ist schön mit Kollegen, Komponisten und anderen Kreativen zu sprechen, alte Bekannte zu treffen und neue Bekanntschaften zu machen.

Eine Sache, die immer wieder auffällt, ist der Unterschied in der Arbeit der Komponisten aus verschiedenen Ländern. Die eingeladenen Redner kommen aus Deutschland, USA, UK und so manchem Exoten. Es ist schade, dass Märkte wie Bollywood oder Hong Kong nicht auch mal präsentiert werden. Hollywood ist natürlich der Olymp für Filme und Filmmusik und jeder möchte den Score für den nächsten weltweiten super Blockbuster schreiben. Allerdings hat Bollywood einen höheren Output an Produktionen und es wäre echt mal interessant, jemanden aus der Ecke zu hören. Das gleiche gilt für das Hong Kong Kino. Star Regisseur John Woo oder Schauspieler und Produzent Jackie Chan sollten auch hierzulande mittlerweile ein Begriff sein. Dass letzterer und auch andere vermehrt wieder in der Heimat Filme machen, weil sie keine Lust mehr haben den Kung Fu Hampelmann in Hollywood zu spielen und stattdessen Filme mit Tiefe zu produzieren, sollte uns doch aufhorchen lassen. Also liebes Orga-Team der SoundTrack Cologne, bitte mal Richtung Osten vorfühlen.

Es ist total interessant, wenn ein etablierter Hollywood Komponist von seinen Arbeitsabläufen erzählt. Dabei stellt sich uns immer eine Frage: bedeutet größeres Budget auch mehr kreative Freiheit? Es kommt einem oft so vor, wenn die Leute von ihrer Zusammenarbeit reden. Oder wird in Hollywood den Komponisten mehr vertraut? Wohl eher nicht, aber die Herren, die es geschafft haben, genießen einen Respekt in der Branche, sodass nicht über jede Note oder Pause diskutiert werden muss. Somit ergibt sich manchmal das Bild, als wäre alles woanders viel besser.

Fazit: Auch wenn das Gras auf der anderen Seite ganz bestimmt nicht grüner ist, kann es nicht schaden sich auch mal dort umzusehen. Sowohl musikalisch als auch kulturell entsteht durch Vielfalt und Austausch Neues und Neues ist gut.


2017/02/21 Berlinale 2017

Eine weitere ereignisreiche Berlinale geht zu Ende. Wie immer waren wir mittendrin im Star-Trudel, bei den Panels und Diskussionen, haben vielversprechende Filme gesehen und einen Abstecher zur Genrenale gemacht. Bis zum nächsten Jahr!


2016/11/14 Braunschweig International Film Festival 30

Zur 30. Ausgabe des Braunschweig International Film Festivals sind wir natürlich gern in die Löwenstadt gefahren und haben alte Bekannte getroffen, neue Bekanntschaften gemacht und uns wie immer interessant ausgetauscht.

Wir haben das exklusive Stummfilm-Konzert mit der Komposition von Patrick Doyle (u.a. Harry Potter, Thor, Merida, Planet der Affen: Prevolution) zum Film „It“ von 1927 sehr genossen. James Shearman dirigierte meisterlich das 40-köpfige Staatsorchester Braunschweig durch den Film. Ein wirklich besonderes Erlebnis.

Außerdem waren wir bei der Deutschlandpremiere des Films „The Man From Mo’Wax“ von Regisseur Matthew Jones. Die Dokumentation über das Leben und Schaffen von James Lavelle ist ein absoluter Hit. So entstand Trip Hop. Viele Wegbegleiter wie DJ Shadow, Richard Ashcroft, Futura, Josh Homme und viele mehr kommen zu Wort. Eine Reise mit steilem Aufstieg und tiefem Fall.

Wir könnten noch viel mehr erzählen, aber das wird zu lang. Kommt doch nächstes Jahr einfach mit! Wir freuen uns schon drauf.

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2016/02/29 Phenom Music Synch Stars UPDATE 02-2016

Leute, wir haben euch wieder mal die besten, aufregendsten, krassesten und heißesten Neuerscheinungen der letzten Wochen in unserer grandiosen Playlist PHENOM MUSIC SYNCH STARS zusammengetrommelt. Viel Spaß!


2016/02/22 Berlinale 2016

Puh, das war es mit der Berlinale dieses Jahr. Wir haben eine Menge Eindrücke mitgenommen, sei es auf dem Roten Teppich, auf der Genrenale oder auf den zahlreichen Panels, Empfängen und Events. Bis zum nächsten Jahr! Phenom_Berlinale2016


2016/02/03 PHENOM MUSIC FEATURES: Mamaro Music

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Im Fokus unserer Phenom Music Features – Reihe steht heute Mamaro Music, eine Musikproduktion mit Sitz in Weimar. Mamaro ist ein spannendes Projekt von jungen, kreativen Köpfen, das sich auf ganz dem Film und anderen Formen von Bewegtbild verschrieben hat. Mamaro ist kein gewöhnlicher Musikdienstleister, sondern steht für ausgefeilte Ideen, Detailversessenheit, überraschende Perspektiven und oft analoge, organische Sounds mit modernem Bezug.

Dabei hat Mamaro Music fantastische Arbeiten unter anderem für Leica, Harper’s Bazaar, Coffee Circle oder den Kurzfilm Margot abgeliefert.

 

Der Stil von Mamaro Music ist von organischer Ruhe geprägt, die Nähe und Vertrautheit schafft. Analoge, minimale Klänge werden bereichtert durch zeitgemäße elektronische Einflüsse. Mamaro Music schafft es, mit seiner Musik eine emotionale Verbindung zum Zuhörer zu kreieren und stets zu berühren. Mehr über Mamaro Music könnt ihr außerdem in unserem Interview erfahren.

 


2015/11/24 PHENOM MUSIC FEATURES: Sebastian Morawietz

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Der Berliner Komponist Sebastian Morawietz arbeitet seit über 15 Jahren professionell für Film- und Medienprojekte. Angefangen als Sound Engineer und Auftragskomponist in England, hat er mittlerweile eine Vielzahl von Arbeiten und kommerziellen Alben vorgelegt (von denen wir hier zwei vorgestellt haben).

Zu den Kunden, für die er gearbeitet hat, zählen Marken wie BMW, Volvo, Novartis und Würth Electronic und Sender wie CNN, ARTE und BBC.

 

 

Sebastians Stil zeichnet sich durch eine einzigartige Verknüpfung von orchestral-klassischen und elektronischen Elementen aus, wobei sein Hauptinstrument, das Klavier, oft im Vordergrund steht. Seine Musik ist oft von tiefer Nachdenklichkeit und einem emotional zurückhaltenden Fluss geprägt.

Zwischen 2010 und 2014 hat Sebastian mit dem Cellisten Dmitri „Dimi“ Levine im Studio eine Vielzahl an Musikstücken aufgenommen. Der Tod von Levine im Januar 2015 ging Sebastian besonders nahe und inspirierte ihn zu seinem Tributalbum Dimi Remembered, auf dem einige Aufnahmen des begnadeten Cellisten zu hören sind.


2015/11/09 Phenom Music auf dem Internationalen Filmfest Braunschweig

Wir waren mal wieder umtriebig: Diesmal haben wir das Internationale Filmfest Braunschweig 2015 heimgesucht und der Filmindustrie mal auf den Zahn gefühlt.

Ein Schwerpunkt des diesjährigen Filmfestes war die Filmmusik von Marcel Barsotti, der die Soundtracks zu Filmen wie Jesus liebt mich, Die Päpstin oder Deutschland. Ein Sommermärchen geschrieben hat. Unter anderem wurden zwei Filmmusikkonzerte mit seiner Musik aufgeführt und Marcel Barsotti stellte sich vielen Diskussionsrunden zu dem Thema.

In der Reihe Neue Deutsche Filme haben wir festgestellt, dass in der deutschen Filmszene doch noch einige frische Ideen abseits des Mainstreams vorhanden sind, die von tatkräftigen Regisseuren und Produzenten auch gekonnt umgesetzt werden. Thematisch interessant war auch die Reihe Sound On Screen, deren Filme Musik als Hauptthema haben.

Wir waren auch auf dem BIFF Industry Talk, um zu hören, wie Repräsentanten der Filmindustrie die Zukunft des Deutschen Films sehen. Wer spricht eigentlich in der Entstehung eines Films mit und nimmt somit Einfluss auf das Resultat? Wie sehr lässt sich ein Regisseur auf die „Regeln der Quote“ ein? Kann ein deutscher Horrorfilm eigentlich Befürworter finden, und hätte Harry Potter in Deutschland eigentlich eine Chance gehabt? Viele interessante Fragen und Standpunkte. Vielleicht gibt es ja bald einen deutschen Superhelden, der mit seinen übermenschlichen Kräften böse Zauberer jagt? Hoffentlich!Phenom_Filmfest-Braunschweig_09-11-15-Neu